ChronoCalc

Methodik & Datenmodell

Welche Regeln hinter den Rechnern stehen – und an welchen Stellen ChronoCalc bewusst keine Genauigkeit vortäuscht.

Vier getrennte Rechenmodelle

ChronoCalc trennt Kalenderarithmetik, feste Dauer, Arbeitskalender und Zeitzonen. Diese Trennung ist Absicht: Ein Kalendermonat hat keine feste Sekundenzahl, ein Arbeitstag ist keine universelle 24-Stunden-Einheit und eine lokale Uhrzeit ist ohne Zeitzone kein eindeutiger globaler Zeitpunkt.

Kalenderarithmetik

Datumsrechnungen verwenden den proleptischen gregorianischen Kalender. Bei Monats- und Jahresaddition wird ein im Zielmonat nicht vorhandener Tag auf den letzten gültigen Kalendertag begrenzt. ISO-Kalenderwochen folgen der ISO-8601-Systematik: Montag ist Wochenbeginn, KW 1 enthält den ersten Donnerstag des ISO-Wochenjahres.

Feste Dauer

Der Zeitdauer-Konverter arbeitet mit festen Faktoren: 60 Sekunden pro Minute, 60 Minuten pro Stunde, 24 Stunden pro Tag und sieben Tage pro Woche. Monate und Jahre sind absichtlich nicht enthalten, weil ihre Kalenderlänge variabel ist.

Arbeitstage und Feiertage

Der Arbeitstage-Rechner zählt Montag bis Freitag und kann bundesweite sowie landesweit geltende gesetzliche Feiertage eines Bundeslands abziehen. Bewegliche Feiertage werden aus dem gregorianischen Osterdatum abgeleitet.

Nicht pauschal modelliert werden kommunale und regional begrenzte Sonderfälle. Dazu zählen zum Beispiel Mariä Himmelfahrt in Teilen Bayerns, Fronleichnam in einzelnen Regionen Sachsens und Thüringens sowie der Augsburger Friedensfesttag. Dadurch wird keine lokale Regel fälschlich auf ein ganzes Bundesland hochgerechnet.

Zeitzonen

Zeitzonenrechnungen verwenden die IANA-Zonenbezeichner, die der Browser über Intl.DateTimeFormat bereitstellt. Die eigentliche Konvertierung benötigt keine externe API. Die Aktualität historischer oder zukünftiger Zeitzonenregeln hängt damit vom Browser und Betriebssystem des Nutzers ab.

Rechner mit bewusst begrenzter Genauigkeit

Die Mondphasenfunktion ist als Näherungsmodell gekennzeichnet. Sie verwendet eine mittlere synodische Periodenlänge und ist keine astronomische Ephemeride. Der historische Datumsrechner wendet den gregorianischen Kalender technisch rückwirkend an und behauptet nicht, dass eine Region dieses Kalendersystem zu jedem historischen Zeitpunkt tatsächlich nutzte.

Fristen: Mathematik ist nicht Rechtsanwendung

ChronoCalc kann ein Ausgangsdatum kalendarisch verschieben. Ob dieses Ausgangsdatum rechtlich der Fristbeginn ist, ob ein Ereignistag mitzählt, ob Zugang oder Zustellung maßgeblich sind oder ob eine Verschiebung wegen Wochenenden oder Feiertagen greift, hängt vom konkreten Regelwerk ab. Deshalb liefert die Fristfunktion keine rechtliche Einzelfallbewertung und keine automatische „Rechtssicher“-Aussage.

Datenschutz und technische Verarbeitung

Die neuen Kernrechner laufen vollständig im Browser. Für ihre Berechnung werden Eingabewerte nicht an eine ChronoCalc-Rechner-API gesendet. Es gibt keine eingebundene Analyseplattform. Eine Einwilligungsentscheidung zur optionalen Werbung wird unter dem Schlüssel chronocalc_consent_v2 im lokalen Speicher des Browsers abgelegt. Google-AdSense-Code wird nur bei Auswahl „Werbung erlauben“ nachgeladen.

Qualitätssicherung

Die Kernlogik besitzt automatisierte Regressionstests für Schaltjahre, ISO-Wochen, Monatsenden, Datumsdifferenzen, Arbeitstage, Alter und Unix-Zeit. Zusätzlich prüft ein statischer Verifier Metadaten, Canonicals, Sitemap, Robots, Datenendpunkte, interne Kernlinks und verbotene Platzhalter.